Nachdem die zwei neuen Plätze 1952 fertiggestellt waren, wurde auch an Stelle des alten kleinen Clubhauses, das jetzt noch im Kurpark stehende Clubhaus gebaut. Die Kosten trug wohl der TC Blau-Weiss, der auch offiziell die komplette Platzanlage pachtete. Zu den bestehenden vier Plätzen kam 1973 ein Allwetterplatz und 1976 ein weiterer Aschenplatz. Der Mitgliederzuwachs auf über 200 ließ den Vorstand viele Pläne für ein neues Clubhaus, eine Flutlichtanlage, weitere zwei Aschenplätze und weitere Anschaffungen schmieden.

 

Das Foto entstand bei einem Pfingstturnier 1968 in Lage. Hinten v.l.: Engelbert Wetter, Iris Reichmann, Carola Schäfers, Mia Schröder, Ingrid Nakielski, Frau Mehring, Dr.Lambert, Ursula Mehring, Josef Nakielski. Vorn v.l.: Wolfgang Breker sen., Ernst Schröder, Diether Marx, Erich Nadolski ( Danke für die Informationen an Engelbert Wetter )

1979 erfolgte endlich der erste Schritt unter Präsident Jürgen Buddenberg zur Erstellung einer völlig neuen Tennisanlage hinter dem Bahndamm. Graf Caspar Oeynhausen, selbst begeisterter Tennisspieler, stellte dem Club dieses Grundstück im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zur Verfügung. Die Plätze wurden dann seit 1980 für den Spielbetrieb genutzt. Als Umkleidemöglichkeit besaß man aber zunächst nur die "Baubude" ohne sanitäre Einrichtungen und Toiletten. Die vorhandenen Verhältnisse lösten wohl manchen Protest bei Gastspielern aus. Kurios war das Vorhandensein von zwei Fahrrädern mit denen man schnell in den Kurpark zu den Toiletten im alten Clubhaus fahren konnte. Diese provisorischen Bedingungen führten dazu, daß der Tennisverband seine Spielerlaubnis nur unter der Bedingung erteilte, daß der TC Blau-Weiss ein Clubhaus errichtet. Dieses Clubhaus wurde Ende April 1983 fertiggestellt und am 25.Juni 1983 feierlich eingeweiht. Viele Mitglieder halfen bei der Errichtung des Clubhauses, durch Arbeitseinsätze aber auch durch das Bereitstellen von Material und Geldspenden ( Erwerb von "Bausteinen" ).

 

Sportliche Höhepunkte

In den 50er Jahren wurde an den Medenspielen auf Bezirksebene teilgenommen, aber mit welchem Erfolg kann leider nicht durch Berichte oder Zeitungsausschnitte dokumentiert werden. Fotos aus dieser Zeit zeigen den dominierenden Tennisspieler der 50er und 60er Jahre Ernst Schröder, den Driburgern auch als exzellenter Fussballer bekannt. Mit ihm spielten Udo Brandhorst, die Gebrüder Nill, Graf Caspar und Graf Rabe von Oeynhausen, Dr.Kurt Steinmetz und Erich Nadolsky. 1968 gelang einer Mannschaft mit Ernst Schröder, Wolfgang Breker, Lutz Reichmann, Dr.Kurt Steinmetz, Josef Nakielski und Engelbert Wetter der Aufstieg in die C-Klasse ( heute Bezirks- oder Verbandsliga ).

Bei den Damen war in der Gründungszeit Baby von Aspern eine Tennisspielerin von besonderem Rang. Im Jahre 1954 wurde sie im Tennis Westfalen-Meisterin. Im Jahre 1948 hatte sie im Tischtennis die deutsche Jugendmeisterschaft erreicht. 1967/1968 gelang es einer Damenmannschaft mit Ingrid Nakielski, Uli Mehring, Frau Mehring, Iris Reichmann, Mia Schröder und Karola Schäfers, das Halbfinale der Ostwestfalenmeisterschaft in Gütersloh zu erreichen.

Sportliche Höhepunkte waren immer auch Freundschaftsturniere wie das Bäderturnier mit Vereinen aud Bad Oeynhausen, Bad Pyrmont und Bad Salzuflen. Mehr als ein zweiter Platz 1975 wurde gegen die hoch spielenden Mannschaften der anderen Bäder aber nicht erreicht. Interessant ist die Zusammensetzung der damaligen Bäderturniermannschaften, bei denen man immer versuchte, sich mit auswärtigen Spielern ( durch Vermittlung der gräflichen Familie ) zu verstärken.

So verstärkte einmal Hilde Krahwinkel-Sperling ( noch vor Cilly Aussem die überragende deutsche Tennisspielerin der 30'er Jahre, dreimalige French-Open Siegerin und 1933 mit Gottfried von Cramm Siegerin im Wimbledon-Mixed ) die Bad Driburger Mannschaft. Beim Bäderturnier wurden drei Herreneinzel, zwei Dameneinzel, zwei Herrendoppel und zwei Mixeddoppel gespielt.

 

 

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